Kristalline Ereignisse. Kristalliner Organismus

Ausstellung Octaeder, Universität Leipzig 1996
und Geschwister-Scholl-Haus, Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig 1996–1997

Raumobjekt

Im Gegensatz zum organischen Leben ist bei Mineralien theoretisch unbegrenztes Wachstum möglich. Die Kante eines 1qmm großen Kochsalzkristalls besteht aus etwa zwei Millionen Elementarzellen. Deren millionenfache räumliche Wiederholung zu einem geordneten Zustand ist als kristalline Struktur für das menschliche Auge erkennbar. Unterschiedliche chemische Lösungen bilden während der Kristallisationsprozesse verschiedene Raumgitter und damit Kristallformen; auch die dafür benötigte Zeitdauer variiert. Für den Kristallinen Organismus sind vierzehn Glasschalen paarweise angeordnet. Jeweils zwei Flüssigkeiten in sich gegenüber liegenden Schalen sind über einen 20mm breiten Spalt hinweg mit einem Faden verbunden. Kristallisation findet nicht nur in den Schalen, sondern auch über deren Verbindung statt.

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