Lichtbastion: ein monolithisches Zeichen

Historische Doppelkaianlage Gröbenufer, Stadtumbau West. Eingeladener Wettbewerb 2008
Entwurf/Konzeption für den öffentlichen Stadtraum

In Bezug zur historischen Situation erfolgt die Positionierung des neun Meter hohen vertikalen Zeichens Lichtbastion auf dem Zentralplateau, mittig in der Achsensymmetrie der Gesamtanlage. Das Leuchtzeichen ist Signal zur Markierung des Ortes in seiner jetzigen Funktion, wirkt aber wie ein Leuchtfeuer als autonomes und unverwechselbares Zeichen. Der Turmkörper ist in den unteren zwei Dritteln aus Stahl, im oberen Drittel als hinterleuchteter Glaskubus gefertigt. Stahl- und Glaselement fassen kantenfrei ineinander, der gesamte Baukörper ist flächig geschlossen.

Leuchtdioden werden über eine frei programmierbare Steuerung angesteuert. Die inwendig punktgerasterten Verbundgläser verleihen dem Objekt einen zusätzlichen Reiz: Blickwinkel und Bewegung der Passanten führen zu Moiré-Erscheinungen im Lichtkörper und lassen diesen bewegt erscheinen.

Architekt: Herwarth + Holz, Berlin (Simulation Erneuerung Doppelkaianlage)
Historische Aufnahme Spree 1921–25: Landesarchiv Berlin

© VG BILD-KUNST Bonn

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